Erasmus ist ein Lebensmotto.

, 11. Oktober 2009stories

Wie ich die letzten 2 Tage und langen Nächte festgestellt habe. Ein ganz schön durchtriebenes und wildes Pack, diese Erasmusstudenten. Vor allem hier im schönen Riga. Animieren einem zum besinnungslosen Betrinken und das jeden Tag.

Am ersten Abend wurde uns Gästen zu Ehren erst mal ne Welcome WG-Party geschmissen. Fing sehr gemütlich im kleinen Kreise an und artete später mit Fußball Parolen gröhlenden Italienern und Spaniern in der Küche und über 50, ach was sogar noch viel mehr Leuten aus.

Wer dachte, dass am nächsten Tag das Tempo mal zurückgeschraubt wird, der hat sich geirrt. Denn gestern ging’s munter weiter: Zum Warm-Up natürlich den fantastischen Sieg von Deutschland in der WM-Quali im englischen Albert’s Pub bejubelt. Mit einer Gruppe von etwa 15 Deutschen. Mitten unter 50 Russen, die aber auch nach dem Spiel fair geblieben sind und weder randaliert, noch uns bepöbelt haben. Aber uns in der Halbzeitpause anzünden wollten.

Danach ging es heiter und bestens gelaunt weiter auf eine WG-Feier von 3 deutschen Mädels, die aber eher einer gechillten Sitzparty entsprach. Ein paar Runden knobeln, ein bisschen babbeln und es ging weiter auf die WG-Party eines Spaniokkels. Alter Verwalter, was da los, nicht von schlechten Eltern! Rauchen, saufen, Menschen kennenlernen und englisch Kenntnisse auffrischen. So stellt man sich Erasmus Feten vor!

Und ab 3. Tja, was war da wohl. Party zu Ende und mit einer Meute von zig nimmersatten Leuten unterschiedlichster Nationalitäten ab in ’nen Club, wo noch bis 5 durchgetanzt wurde. Danach ging’s zum Abschluss eines langen harten Tages, der bereits um 17 Uhr begann, zu Lulu’s Pizzeria um den Afterparty-Hunger zu stillen. Daheim noch nen kleines Dübelchen zum einschlafen und weg war ich…

Erasmus ist nicht nur eine Form von Auslandsstudium, sondern ein wahres Lebensmotto. Mir reicht hingegen die Erfahrung, mit solchen Studenten ausgelassen gefeiert zu haben. Täglich kann ich mir das dann doch auch nicht geben. Dafür bin ich wohl zu alt.