Meine Poetry Slam Entjungferung in Mainz

, 23. Oktober 2009stories
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Nachdem ich die Jahre zuvor nur unbewusst vom Dichterwettstreit gehört habe, durfte ich nun gestern Abend meine ersten Erfahrungen in Sachen „Poetry Slam“ sammeln. Das knapp 3-stündige Event fand kurz nach 8 im rappelvollen und für mich verwunderlich auch ausverkauften Kulturzentrum (KUZ) in Mainz statt.

Studenten, Fertig-Studierte und Poeten aller Art müssen bei diesem Contest durch ihre auf 7 Minuten begrenzte Bühnenperformance die Gunst der zumeist studentischen Zuschauer gewinnen, um letztendlich ewigen Ruhm, Ehre und eine Flasche Absinth abzustauben. Die Regeln dabei sind recht einfach: Erlaubt sind nur selbstgeschriebene „Gedichte“, die Freihand oder vom Papier abgelesen vorgetragen werden. Inhaltlich hingegen ist alles erlaubt von Geschichten, Reimen und intellektueller Poesie bis hin zu Comedy. Und jeder Mutige kann selbstverständlich mitmachen nach Voranmeldung.

Nun zurück zum Abend. Neben einigen unrühmlichen Auftritten, bei denen ich nach einer geschlagenen Minute schon gegen die Müdigkeit ankämpfen musste, gab es doch einige spitzenmässige  Höhepunkte, wegen denen sich das Kommen und geringe Eintrittsgeld gelohnt haben. Allein dem nächste Woche in Düsseldorf für die Stadt Mainz bei den deutschen Meisterschaften im Poetry Slam in der U20 Katergorie teilnehmende Nils Fabian hat mich dermassen begeistert, für eine Menge Spass gesorgt und zurecht gewonnen. Respekt für den „nihilistischen“ Nils. Auch die anderen beiden Finalisten wussten auf ihre unterschiedliche Art und Weise zu überzeugen.

Ein Lob gebührt den beiden fantastischen Moderatoren Ken Yamamoto & Jens Jekewitz, die souverän durchs Event geführt haben und so einige amüsante Sprüche rausgehauen haben, wie z.B. den hier: Heutzutage sagt man nicht mehr „Opfer“, sondern „Betroffener“.

Fazit: Ein gelungener Abend mit einer fantastischen Stimmung und vielen Lachern. Das nächste mal wieder! Selber Ort, selbe Zeit (20.00Uhr), anderer Tag (19. November 2009).