Die Trauer einer verpassten Fete.

, 17. September 2010stories
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Hält sich heutzutage stark in Grenzen und juckt mich komischerweise nicht mehr im geringsten. Vor nicht allzulanger Zeit wäre das noch anders gewesen: Mindestens 3x die Woche die Sause steigen lassen bis zum komatiösen Zustand bei der Afterhour und danach völligst verstrahlt Frühstücken gehen. Jede einzelne verdammte Feier mitnehmen aus purer Angst, irgendetwas verpassen zu können. Selbst meine Hangover machen sich nur noch inkonstant bemerkbar.

Doch was hat sich innerhalb des letzten Jahres einschneidendes  verändert? Mein „Beziehungsstatus“ ist immer noch derselbe, mein Studentenstatus und meine wichtigen Freunde zum Größtenteil ebenfalls. Und wenn ich so recht überlege, hat sich auch so kaum etwas interessantes weltbewegendes in meinem Leben getan.

Doch wodurch ist meine neue innere Ruhe und Ausgeglichenheit entstanden? Das faule Couching im Tausch gegen exzessive Parties. Lieber mal daheim bleiben und gemütlich ohne Karussell ins Reich der Träume fallen. Die Vermutung liegt durchaus nahe, dass das Ganze nur Teil eines unterschwelligen Prozesses ist, den einige von euch vielleicht als Erwachsenwerden oder auch Reifeprozess bezeichnen. Mit fast 30 Lenden ändert sich so manche Sichtweise auf das egozentrierte Dasein. Doch diese einfache Begründung will ich nicht gelten lassen, aber wenn ich selbst die Antwort darauf nicht weiss, wer dann? Die verfickten Sterne?