Die Trauer einer verpassten Fete.

(image via high heels and hangovers)
Hält sich heutzutage stark in Grenzen und juckt mich komischerweise nicht mehr im geringsten. Vor nicht allzulanger Zeit wäre das noch anders gewesen: Mindestens 3x die Woche die Sause steigen lassen bis zum komatiösen Zustand bei der Afterhour und danach völligst verstrahlt Frühstücken gehen. Jede einzelne verdammte Feier mitnehmen aus purer Angst, irgendetwas verpassen zu können. Selbst meine Hangover machen sich nur noch inkonstant bemerkbar.
Doch was hat sich innerhalb des letzten Jahres einschneidendes verändert? Mein “Beziehungsstatus” ist immer noch derselbe, mein Studentenstatus und meine wichtigen Freunde zum Größtenteil ebenfalls. Und wenn ich so recht überlege, hat sich auch so kaum etwas interessantes weltbewegendes in meinem Leben getan.
Doch wodurch ist meine neue innere Ruhe und Ausgeglichenheit entstanden? Das faule Couching im Tausch gegen exzessive Parties. Lieber mal daheim bleiben und gemütlich ohne Karussell ins Reich der Träume fallen. Die Vermutung liegt durchaus nahe, dass das Ganze nur Teil eines unterschwelligen Prozesses ist, den einige von euch vielleicht als Erwachsenwerden oder auch Reifeprozess bezeichnen. Mit fast 30 Lenden ändert sich so manche Sichtweise auf das egozentrierte Dasein. Doch diese einfache Begründung will ich nicht gelten lassen, aber wenn ich selbst die Antwort darauf nicht weiss, wer dann? Die verfickten Sterne?
*indigoidian.de* » Blog Archive » Arbeitstitel: Tittefotzearsch (Wie und warum man Partys verpassen sollte)
Sep 17, 2010 @ 12:34:35
[...] schreib da drüben gerade über die Trauer einer verpassten Fete. Ober besser gesagt darüber, dass ihn eine verpasste [...]
@chemical_mcfly
Sep 17, 2010 @ 13:39:00
Ich würd mal sagen, dass das völlig normal ist. Geht mir eigentlich genaus. Früher konnt ich keinen Freitag oder Samstag einfach zuhaus bleiben, ich musste einfach raus oder zumindest irgendwo mit Freunden rumhängen und feiern. Mittlerweile hock ich mich gerne Freitag abends mal vor den Rechner oder die Konsole und gehe nurnoch einmal am Wochenende raus. Auch unter der Woche ist es bei mir weniger geworden. Zu Beginn meines Studiums 2007 waren wir mindestens zwei mal die Woche irgendwo feiern.
@inselblogcom
Sep 17, 2010 @ 15:16:16
Jaja, man wird älter. Geht mir momentan genau so, erwische mich wie ich einfach zuhause rumhänge während irgendwo eine Party steigt. Komisches Gefühlt, wenn man sonst jeden scheiß mit genommen hat, auch wenn es die abgefuckteste Party der Welt war.
Aber es ist schon okay so… läuft…
@ChrisHeil
Sep 18, 2010 @ 12:26:02
Ich glaub ja, das “was neues” nie verkehrt sein kann; in dem Fall isses dann eben das “zu hause chillen” das neue. Partys sind ja eh immer dasselbe. Meistens. Ab und zu. Kommt drauf an. Dings. Ihr wisst schon.
@knicolai
Sep 18, 2010 @ 14:41:17
Ging mir im vierten vierten-fünften Jahr Mainz genauso.
Dann, Umzug – und es geht wieder alles von vorne los.
“Mein erstes Mal” im Jahr 2010, rekapituliert. | I ♥ electru.de
Jan 04, 2011 @ 17:25:43
[...] persönliches erstes Mal 2010 Meine erste verpasste Party. Mein erstes Mal in Wien, London, New York und die Einladung nach Tokyo und dem damit verbundenen [...]