„Ist so’n Kumpelding“: One Night In Amsterdamn

, 8. September 2011stories

Herbst ’00. Ich sehe es noch vor meinen Augen, als wäre es erst gestern gewesen. Die bunten Blätter von den Bäumen fegten über den Rasen. Der Wind wehte. Der Kapuzenpulli hielt warm, so wie das Bier, das es auf der Gartenparty gab. 23Uhr, die Aussicht auf akzeptableres Frauen Material schwand gen Null, Langeweile machte sich breit, das Bier war alle. Spontan kam die Idee zu einem Roadtrip, mitten in der dunklen Nacht. Vier 18-Jährige in einem klappernden Ford Fiesta, ohne Plan, ohne Zeitgefühl, nur mit Alkohol beladen und dem finalen Zielort vor Augen: Amsterdam. 400 km, knappe 3,5h Fahrt am Anschlag, über die holländische Grenze.

Damn, Amsterdam! Red Light District, Nutten verarschen, Bars, Coffee Shop, Billard, Weisse Witwen, Heineken, Frühstück. Die 3 Stunden Konsum und Aufenthalt vergingen wie im Fluge. Kein THC für den Rückweg besorgt. Ab in die Kiste, vollgeschwitzt, vollgetankt, vollgefressen. Zwischenstopp, Pinkelpause. Politie, Fuck. Dabei sind die Kontrollen an Autobahnraststätten kein offenes Geheimnis. Noch mehr Schweiss, Angstschweiss. Fahrzeugschein, Führerschein, dann wurde der arme Fiesta gerupft wie ein Hühnchen. Selbst die Reifen abmontiert. Der Fahrer durfte den sterbenden Schwan vortanzen, sich an die Nase fassen, zur Belustigung aller Mitfahrer Gymnastik machen. Eine Stunde durch die Hölle, gefunden haben sie nichts. Diese Versager. Die Reifen durften wir selbst wieder anbringen. Fuck Politie! Rückweg, Heimat, Bett, Schlafen. Und in Erinnerungen einer aufregenden Nacht schwelgen. Jugendliche Sünden, die zur Lebenserfuckung dazugehören, über die heute gelacht wird und enge Kumpels noch dicker zusammenschweissen. Und obwohl wir kaum mehr Kontakt haben für immer verbinden.


Diese autentische Geschichte aus meinem langweiligen Leben ist im Zuge der Kampagne „Ist so’n Kumpelding“ zur Produkt Einführung des neuen Bacardi Oakheart entstanden. Gestern hat sich übrigens auch Gilly bereits über Männerfreundschaften geäußert.