Hi, my name is Elenka

, 11. Dezember 2014music, news, stories

HI, MY NAME IS ist der ziemlich einfallslose Titel für eine kontinuierliche Interview-Reihe mit talentierten Fotografen, Musikern, Künstlern und inspirierenden Persönlichkeiten unserer Zeit. In Kasachstan geboren, zwischen Matroschka und Gartenzwerg groß geworden und mittlerweile im lebendigen Berlin aufgeblüht, wird unsere Serie heute durch die sympathische Vollblutmusikerin Elenka bereichert. Mit ihrer 8 Track starken EP „Anuschka“ paart sie elektronische Musik mit sorgenfreien Pop-Vocals auf gekonnte Art und Weise. Wie das klingt und was ihr sonst noch über Elenka erfahren müsst, lest ihr jetzt:

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all images © delia baum | interview

I AM ELENKA
Hi, man nennt mich Elenka, bin vor etwa 5 Jahren nach Berlin gezogen, weil ich mich direkt nach meiner ersten Begegnung in sie verliebt habe. Geboren bin ich in Kasachstan. Im Juli 1987 sind meine Eltern mit 2 Koffern, mit mir im Arm und meinen beiden Brüdern an der Hand nach Deutschland gekommen. Aufgewachsen bin ich also zwischen 2 Kulturen und konnte mir daher das Beste aus Beiden heraus picken!

dein weg zur musik
Wie ich zur Musik kam? Hmm… so genau weiß ich das nicht. Sie war einfach immer da, mal mehr, mal weniger! Mir ist wohl selten etwas besseres eingefallen, als die Zeit damit zu verbringen, Texte meiner Lieblingssongs auswendig zu lernen, ohne auch nur ein Wort zu verstehen, Songs zu schreiben, damit ich endlich einen Hund bekomme, mit meinem ersten Kassetten Recorder meine Lieder aufzunehmen, mein erstes Klavier, meine erste Gitarre, das erste Musikprogramm, Bands… Ja, das hab ich eben so gemacht, aber den Hund habe ich nie bekommen. Irgendwo dazwischen, habe ich mich offiziell für die Musik entschieden.

deine motivation + inspiration
Hui, wo soll ich da anfangen?! Ich verwende an dieser Stelle Überbegriffe wie Emotionen, Befriedigung, Verarbeitung, Wissensdurst, Selbstverwirklichung.

deine elektronischen einflüsse
Begonnen hat die Liebe zur elektronischen Musik mit Stimming und Trentemöller, die ich vor Jahren zum ersten Mal gehört hatte. Davor glaubte ich, dass sich elektronische Musik auf Dream-Dance-Compilations oder „Schranz“ beschränkt… Ich hatte ja keine Ahnung!

deine tägliche routine
Haha, hab ich verlernt. Außer essen und trinken, das mach ich jeden Tag.

dein tipp für ein „sorgenfreies“ leben
Ich glaube, es ist wichtig Sorgen zu haben, sonst wäre einem ja nichts wichtig. Doch man sollte ihnen nicht zu viel Gewicht geben und sie zur Seite legen können, so lässt es sich leichter gehen. Da gibt es einige Möglichkeiten, z.B. Ablenkung. Ach ja und man sollte sich nicht zu ernst nehmen. Schonmal vor dem Spiegel ’nen „Ugly Dance“ gemacht? Also mir hilft’s!

was steht als nächstes an
Zur Zeit arbeite ich an einer Techno-EP und produziere eine weitere EP für eine Newcomerin. Näheres dazu erfährt man in Kürze. Mein Album erscheint voraussichtlich im Frühjahr 2015 und bis dahin gibt es noch so einiges zu tun.

kuhstall vs. kasachische tradition
Naja, ist gar nicht soweit voneinander entfernt. Die Einstellung aus einfachen Mitteln das Beste zu machen haben beide Kulturen, z.B. ist das Essen ist einfach aber effektiv.

berlin
ist meine zweitgrößte Liebe. Die Erste bleibt mein Geheimnis.

vodka
niemals mit Sekt trinken. Am besten bei Vodka-Soda oder – Apfelschorle bleiben, eine gute Grundlage und ein Wasser zwischen den Drinks und dir bleibt das böse Erwachen erspart.

last but not least: deine frage
Wo bist du letzten Sonntag aufgewacht?!

Verkatert, mit verschwommenen Erinnerungen an eine lange Nacht – aber im eigenen Bett. Immerhin.

DANKE ELENKA ♥
www.elenkamusic.de