Interview: Hi, my name is Allie

, 10. November 2015music, news, stories

HI, MY NAME IS ist der ziemlich einfallslose Titel für eine kontinuierliche Interview-Reihe mit talentierten Fotografen, Musikern, Künstlern und inspirierenden Persönlichkeiten unserer Zeit. An diesem schönen Novembertag möchte ich euch einen jungen Musiker aus Berlin vorstellen. Sein Name ist ALLIE. Er ist Kritikerliebling und ein Mann für die zerbrechlich-schönen Töne. Mit seinem letzten Album Uncanny Valley beschäftigte er die Gemüter des Musikbusinesses und der Presse. Eins blieb dabei jedoch klar: Allie macht sein Ding. In den Songs seines neuen Albums Allie steckt nicht nur Anmut und viel Pathos, der durch große Synthis und Chöre unausweichlich unterstrichen wird, sondern vor allem eine Fülle von Bildern. Bilder von der Welt und den Menschen, die Allie auf persönliche und beinahe hyperreale Art und Weise beschreibt. Ein bisschen so wie in einem Wes Anderson Film. Komisch und dennoch wahrhaftig. Eben etwas für die Seele. In jedem Fall weiß der Wahlberliner wie man mit einem Sound verzaubert und bringt seine Gedanken auf den Punkt. Jedoch nicht ohne dabei auch ein Fragezeichen für den Zuhörer übrig zu lassen. Ähnlich wie in unserem Interview. Lest und vor allem hört selbst!

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I AM ALLIE
…und wer Allie ist, liegt im Auge des Betrachters. Ihr könnt ja mal googlen. Dann aber am besten „Allie Berlin“, für „Allie“ allein, reichts leider noch nicht ganz.

Alles hat angefangen mit…

…quälender Langeweile.

Wäre deine Musik ein Gegenstand, dann wäre sie…

Eine Rolex. Schön und nutzlos.

Dein neues Album steht für…

Allie, deshalb auch selbstbetitelt. Näher am Herzen liegen geht nicht.

Was würdest du einem Teenager, der von einer Musikkarriere träumt, heute mit auf den Weg geben?

Geh erstmal zum Frisör. Dann stell dich auf hartes Arbeiten ein. Vielleicht kommt’s anders, aber wahrscheinlich nicht.

Wenn du etwas ändern könntest, dann…

Wär ich in einer einflussreichen Lage. Doch so bin ich nur ein kleines Licht.

Ein musikalisches Vorbild oder Inspiration?

Viele befreundete Bands. Easter, Cyan Kid, Fenster, Doron Sadja. SEA+AIR, was die Arbeitsmoral angeht. Spencer Krug, was die Lyrics angeht. Michael Jackson, was die Melodien angeht. J Dilla was die Beats angeht. Und fertig ist das Lied.

Laut vs. leise?

Ja, genau darum geht’s!

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Was kommt als nächstes?

Eine Tour durch Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Italien im Herbst. Und danach vorweihnachtliche Konzerte in Brasilien. Dann Sylvester feiern, zurückfliegen, weiterspielen.

Last but not least: Deine frage!

Could you love me in a Bentley, could you love me on a bus?

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DANKE ALLIE!
www.alliemusic.bandcamp.com


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