Shalom: 5 Gründe, weshalb ich wieder nach Tel Aviv reise

Ich fange einfach ganz am Anfang an, bei der Idee, dem grauen Grossstadtdschungel von Berlin für ein verlängertes Wochenende zu entfliehen. Alleine. An einen Ort, an dem die heißen Sonnenstrahlen auf den nicht vorhandenen Astralkörper brutzeln. Mit Meeresblick, ohne ewig im Flugzeug zu sitzen. Vielleicht Süd-Europa? Spanien? Griechenland? Portugal? Doch woanders? Also hörte ich mich in meinen Berliner Kreisen um, welche Destinationen derzeit angesagt sind, und ihr könnt schon erahnen, welche Stadt am häufigsten genannt wurde: Tel Aviv! Doch ist dieser gegenwärtige Hype um die israelische Stadt gerechtfertigt?

Ja, definitiv! Ohne wenn und aber. Denn TLV hat vielmehr zu bieten, als Strände, Parties und Hummus. Was? Das erfahrt ihr jetzt! Denn ich habe fünf gute Gründe gesammelt, weshalb ich in naher Zukunft für einen längeren Zeitraum als nur für vier Tage Aufenthalt wieder in die israelische Multikulti-Stadt reisen werde.

Everybody is welcome: Die Menschen von Tel Aviv

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„WOW“. Braucht es mehr Worte um die Menschen in Tel Aviv zu beschreiben? Ich behaupte ganz oberflächlich: Nein. Trotzt erster Zweifel bei der Ankunft am einzigen internationalen Flughafen des Landes, der eher einem Hochsicherheitstrakt gleicht und dessen Mitarbeiter akribisch und mit ernster Miene Passagiere einreisen lassen, verpuffte meine anfängliche Skepsis bereits im Taxi nach Tel Aviv. Tal, der großgewachsene Taxifahrer wirft mir ein freundliches Shalom entgegen, bevor er realisiert, dass ich Deutscher bin. Mit einigen gebrochenen Worten deutsch zeigt er mir seine gastfreundliche Seite und bereits auf dem Weg zum luxuriösen InterContinental David Hotel in der Innenstadt die Hotspots der Stadt, in die er in den 70er Jahren zog, um den Traum der Freiheit vieler Israelis zu leben.

Nach wie vor ist Tel Aviv ein Ort der Träume. Eine Blase, die erst seit 1909 mit der Vision eines jüdischen Staates von Theodor Herzl gegründet wurde und gerade deswegen der Ort ist, zu dem es die israelische Jugend zieht. Sei es um dem ständigen Religionskonflikt zu entgehen, eine klare Message gegen Krieg zu setzen oder um zu tanzen, zu lieben, zu leben! Es ist kein Wunder, dass die in Tel Aviv lebenden Menschen nicht zuletzt deswegen das Leben so wertschätzen und dies auch täglich zur Schau stellen. Wirklich jedem – denn: Everybody is welcome!

Foodporn an jeder Ecke: Die Schlemmermeile Tel Aviv

Tel Aviv gehört zu den führenden kulinarischen Destination der Welt und das dürfte mittlerweile Jedem bekannt sein. Hier treffen klassisch orientalische Einflüsse auf die Küche der gesamten Welt und verschmelzen in einer einzigartigen Fusion-Küche. Kein Wunder, schließlich haben Menschen aus mehr als 80 Ländern Tel Aviv als Rückzugsort gewählt, traditionelle Speisen importiert und mit orientalischen Gewürzen, Kräutern und Aromen bereichert. Neben den Köstlichkeiten des Orients findet man so also tatsächlich alles was das Herz begehrt. Sei es Wiener Schnitzel, amerikanische Burger oder sogar russische Piroggen.

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So konnte ich trotz des Überflusses an hervorragenden Burger Läden in Berlin am kleinen HaShomer 1 Stand mitten auf dem Carmel Market mein erstes Gaumenhighlight mit einem perfekten Burger in richtiger Größe finden. Natürlich gehörte auch Hummus, die Nationalspeise der Israelis, auf der Tageordnung. Obgleich ich nie großer Freund des Kicherbsenbreis war, konnte mich der Besuch bei Abu Hassal (Ali Karavan) in Jaffa – einer der wohl besten Hummus-Läden des Landes – umstimmen und in nur wenigen Minuten zum echten Hummus-Liebhaber machen.

Natürlich spielt Hummus auch und vor allem auf den berühmten Foodmärkten der Stadt eine entscheidende Rolle. Direkt vor meiner Tür gelegen befindet sich der Shuk Ha’Carmel Market, der mit Abstand zu den größten und besten Foodmärkten der Strandmetropole gehört. Obwohl ich gerne die besten Restaurants der Stadt besuche, war ein abendlicher Strand-Besuch mit frischem Hummus und einigen Pita vom Shuk Ha’Carmel wahrscheinlich einer der besten Off-Restaurant-Dinner meines Leben. Das könnte natürlich aber auch an dem Sonnenuntergang gelegen haben könnte, den ich so nur in Los Angeles oder Südafrika erleben durfte.

Wer es dann doch etwas eleganter mag, sollte das Fine Dining Restaurant Herbert Samuel mit erstklassiker Lage an der Beachfront des Ritz Carlton bei noch erstklassigerem Essen besuchen, sich von Ceviche und Roastbeef bei Gedera 26 überzeugen, die frische venezolanische Küche bei Arepa’s probieren oder eine der köstlichen und leichten Ramen Suppen bei The Bun bei brütender Mittagshitze schlürfen.

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Einen Strand für jeden Geschmack: Tel Avivs Strände

Israel liegt am Meer. Das wird dann deutlich, wenn man weiß, dass es in ganz Israel knapp 200 Km mediterranen Küstenstreifen an der Westküste des Landes gibt, an der sich fast 50 öffentliche Strände aneinanderreihen. Wie bei so vielen Dingen in der Megastadt kommt auch an der knapp 14 Km langen Küste Tel Avivs die Vielfalt bei den Stränden nicht zu kurz. Doch mein persönlicher Sundown Hotspot ist der Strand am zentral gelegenen Charles Clore Garden, der nur zwei Minuten zu Fuss vom InterContinental David Tel Aviv entfernt liegt und zum Seele baumeln lassen auf den Treppen oder im warmen, weichen Sand einlädt.

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Für Familien beispielsweise eignet sich zweifellos der wohl nördlichste Strand der Stadt: Metzitizim Beach. Neben einer Menge Life-Guards gibt es alle Annehmlichkeiten, die eine Familie bei der Wahl ihres Wunschstrandes wohl berücksichtigen würde. Etwas weiter südlicher gelegen hingegen, kommen die eher religiösen Bewohner der Stadt auf ihre Kosten. Von einer Mauer umgeben, werden hier nämlich Frauen und Männer entsprechend der Tage getrennt und diejenigen, denen durch das religiöse Gesetz das Badevergnügen an öffentlichen Stränden „verboten“ ist, kommen hier ganz auf ihre Kosten und können das einzigartig klare Wasser bei Höchsttemperaturen von bis zu 50 Grad im Sommer genießen.

Weniger züchtig geht es am sogenannten Gay Beach zu, an dem sich alle Freigeister und die hiesige Schwulen- und Lesbenszene der Stadt auf einen Sundowner trifft. Ebenso bekannt, wenn auch oft überlaufen schließt sich wieder etwas südlicher der wohl berühmteste Strand Tel Avivs an. Auf dem breiten Streifen von reinem weißen Sand lassen sich vor allem Touristen aber auch hin und wieder Einheimische auf Liegestühlen die Sonne auf den Bauch scheinen, während vor allem im hinteren Teil alle Sportvernarrten auf Volleyballfeldern und Tischtennisplatten am Gordon Beach auf ihre Kosten kommen.

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Wer es etwas exklusiver mag und bereits am Tage in Partystimmung kommen will, dem wird der Topsea Beach vom Hilton Hotel sicherlich gefallen, an dem sich die hippe Szene an der Beachbar gern am Wochenende einen eisgekühlten Champagner gönnt. Ebenfalls zu empfehlen ist sicherlich das dazugehörige Lokal, das mit Vorliebe frisches Sea-Food aus dem Meer, Sandwiches und kühle Drinks serviert.

Ganz im Süden von Tel Aviv, nahe dem historischen Stadtkern von Jaffa gelegen, geht es aufgrund der fehlenden Wellenbrecher etwas stürmischer und rauer zu. Kein Wunder, dass dieser letzte Teil der Küstenlinie Tel Avivs vor allem bei Wind zum Surferparadies wird, an dem man seinen Strandspaziergang mit Blick auf die gesamte Küste Tel Avivs und der Altstadt im Rücken einen fulminanten Höhepunkt setzen kann.

Streets of Tel Aviv: Das Leben pulsiert in den Straßen

Tel Avivs Straßen sind nicht nur für jeden Fotografen ein pures Paradies, in jeder Ecke der Stadt finden sich ganz vielfältige Straßen, in denen das Leben auf eine andere Art und Weiße pulsiert. So gibt es Stadtteile mit Shoppingmeilen, die zum entspannten Schlendern durch die Boutiquen einladen, als auch andere Viertel, in denen sich ein erstklassiges Café an das andere reiht. Die Allenby Street, die vom Meer im Nordwestern der Ha-Aliya Street bis in den Südosten reicht, zählt wohl eher zur ersten Kategorie. Am Tag schlendert es sich gemütlich in den schattenspenden Gassen vom Vintage-Laden bis zur erstklassigen Boutique, während mit Sonnenuntergang das pulsierende Nachtleben dank unzähliger Bars, Cafés und Pubs zum Leben erwacht.

Ebenfalls vom Nachtleben dominiert ist die wohl hippeste Straße Tel Avivs, wenn man den Szenekennern der Stadt glauben schenkt. Die Shenkin Street, in deren Nähe sich auch der Carmel-Market befindet, überzeugt durch kulturelle Hochgenüsse der besonderen Art. Du bist auf der Suche nach Theater, Gitarrenmusik oder nach einem Club in dem harter Berliner Techno gespielt wird? Dann ist die Shenkin der „place to be“.

Die früher verfallenen aber heute aufwendig restaurierten Straßen der Dezingoff Street hingegen zeugen von einem anderen Stadtbild. Die zum Teil stark beschädigten Baudenkmäler der berühmt-berüchtigten weißen Stadt wurden einer Erneuerung unterzogen, strahlen heute in neuer Frische und sind nicht ohne Grund Symbol des Aufbruchs. Die Bezeichnung „Champs-Élysées von Tel Aviv“ kommt wohl nicht von irgendwo.

Der im Neve Tzedek beginnende und nordwärts bis zum Habima Theater verlaufende Rothschild Boulevard, der einer Allee gleicht, ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für einen abendlichen Spaziergang. Hier kann man nicht nur eine der teuersten Straßen mit beeindruckender Architektur bestaunen, sondern auch andere Touristen treffen und sich mit ihnen über die ersten Eindrücke der Stadt austauschen.

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In allen diesen Straßen dürfte man zwar den orientalischen Spirit spüren, doch in kein anderem Stadtteil wird er so hautnah erlebbar wie in Old-Jaffa selbst. Der südlichste und auch älteste Teil der Stadt ist nämlich nicht nur geschichtsträchtiger Hafenort, sondern ist vor allem durch seine biblischen Geschichten ein wichtiger Teil Tel Avivs und der religiösen Geschichte Israels. Nehmt euch die Zeit und schlendert durch die alten Gassen, die so gar nicht an das Tel Aviv erinnern, wie ich es kennenlernen durfte.

Ein Tanz, der niemals endet: Das Nachtleben von Tel Aviv

Vom Nachtleben in Tel Aviv gibt es nur Smartphone Fotos, die ich euch besser nicht zeigen sollte. Wild, verrucht, ausgefallen – so könnte man in wenigen Worten das Nachtleben der Megastadt beschreiben. Auch hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: Vom entspannten Rooftop-Konzert bis zum niemals endeten Kellerrave inklusive After Hour am Strand. Tel Aviv besitzt all das, wofür Berlin schon vor 20 Jahren bekannt wurde. Kein Wunder, dass sich viele Musiker in das Traumstädtchen am Meer verirren und den Lifestyle des niemals endenden Tanzes leben.

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Die anfänglich zum Teil noch immer sehr kleinen Clubs der Stadt sind zwar mitunter immer noch Geheimtipps unter den Einheimischen, doch ist es kein Problem auch international anerkannte Acts und Star-DJs in Clubs wie dem Block zu finden, in dem sich auch schon Größen wie Nina Kraviz, Seth Troxler und Co. die Ehre gaben. Fragt die Kids in der Shenkin, sie wissen wo der nächste Rave lauert!

Home is where the heart is: Tel Aviv – Liebe auf den ersten Blick

Ich habe mich erstmals selbst vom Mythos Tel Aviv überzeugen können. Von einer Stadt, in der Menschen so aufrichtig und freundlich gegenübertreten wie kaum anderswo. Von einer Stadt die inmitten eines von religiösen Konflikten gebeutelten Land so hell strahlt wie die Sonne an gefühlten 365 Tagen im Jahr. Von einer Stadt, die zwar eine Blase ist, sich aber nicht vor der Außenwelt verschließt. Ja, von einer Stadt, die es aus guten Gründen so nur einmal auf der Welt geben kann. Tel Aviv meine Perle, ich komme wieder. Lieber gestern als heute.

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Dein erstes mal Tel Aviv? Wir hätten noch einige Tipps:

Wenn die Möglichkeit besteht, umgeht den Flug mit Israels größter Fluggesellschaft El Al. Die Sicherheitskontrollen am Flughafen Berlin-Schönefeld haben mich wahnsinnig gemacht: eine 2,5-stündige Tortur mit zwei Leibesvisitationen, 30 Minuten Befragung und einer extra Befragung inklusive Bombentest in einer kleinen Einzelkammer – schön und gut, safety first, aber werde ich mir in Zukunft definitiv sparen. Dagegen ist die Einreise in die USA kinderleicht, ein Zuckerschlecken wenn man so will.

Während der Flug mit El Al nicht zu empfehlen war, möchten wir euch gerne das Hotel ans Herz legen, welches nicht nur mit einem einmaligen Blick auf Tel Aviv und seiner Küstenlinie überzeugt, sondern mir auch unbeschwerte, komfortable Tage bescherte: Super zentral am Strand gelegen findet sich das InterContinental David Tel Aviv. Eine urbane und zugleich glamouröse Adresse in Tel Aviv mit spektakulären Ausblicken auf das Mittelmeer aus den Zimmern oder vom Sonnendeck, Full-Service-Spa und dem ertsklassigen „Aubergine“-Restaurant. Nicht ohne Grund ist das InterConti zu meiner entschleunigenden Wohlfühloase inmitten des Trubels der Stadt geworden.

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InterContinental David Tel Aviv
12 Kaufman Street
Tel Aviv
61501 Israel
+972-3-7951111
www.facebook.com/DavidInterContinental
www.instagram.com/ictelaviv
DISCLAIMER
Wir bedanken uns bei InterContinental Hotel & Resorts sowie beim InterContinental Hotel David Tel Aviv für die Gastfreundschaft, den hervorragenden Service und die atemberaubende Aussicht auf die Beach Metropole.

Mit weltweit 184 Häusern und mehr als 60.000 Zimmern ist die Luxusmarke der IHG sogar die größte Luxusmarke weltweit, die in diesem Jahr bereits ihren 70. Geburtstag feiert.