Backstage im Fashion Fusion Lab in Berlin

Wir besuchten letzte Woche das Fashion Fusion Lab der Deutschen Telekom und lernten dabei Alma und James von ST VITO kennen, eines der zwölf Finalisten-Teams, die in den kommenden Monaten ihre Ideen zu intelligenter Mode und Hightech-Fashion in den Workshops im Hubraum Berlin weiterentwickeln und zu Prototypen vollenden werden.
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Es ist knapp zwei Monate her, dass wir auf der #FASHIONTECH zu Gast waren und euch von der Fashion Fusion Challenge berichtet haben. Dem Aufruf der Deutschen Telekom sind knapp 120 Bewerberinnen und Bewerber aus 25 Nationen gefolgt. Ihre Aufgabe: Die Entwicklung von visionären Konzepten, die Fashion und Hightech künftig stärker miteinander verknüpfen und wichtige Impulse für die Mode der Zukunft zu geben. Mittlerweile sind zwölf Finalisten in das Fashion Fusion Lab in Berlin gezogen. Dort entwickeln die kreativen Teams bis zum Jahresende die Prototypen ihrer Ideen. Mit der Unterstützung eines internationalen Expertennetzwerks entstehen so zum Beispiel intelligente Gadgets für Radfahrer, über Smart Devices vernetzte Kostüme für Musiker oder beeindruckende skulpturale Haute Couture Kreationen.

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Ziemlich beeindruckt waren wir von der Idee und den ersten Ergebnissen der beiden Kreateure James Hudson (Soft- and Hardwear Engineer) und Alma Edelstein-Feinsilber (Artistic Director & Choreografin) in der Kategorie Digitally Enhanced Fashion. Die beiden Hightech-Fashion-Profis arbeiten derzeit an einem ziemlich ausgefeilten Lichtkonzept für die Bühnenkostüme von Tänzern, Musikern sowie anderen Künstlern und Performern.

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Ihr Prototyp besitzt eine berührungssensitive Oberfläche, die Lichtimpulse direkt mit dem Rhythmus der Bewegungen anpasst. Das Kostüm wird später aus zwei Schichten bestehen. Die untere „Technikschicht“ ist mit Umwelt-und Hautsensoren ausgestattet und wandelt den Dress je nach Berührung, Bewegung, Musikbeat und projeziertem Visual. Wie eine Art Chamäleon passt sich damit das Kleidungsstück des Artists der Show an. Die darüber liegende „Fashion-Schicht“ wird dagegen aus lichtdurchlässigem Material bestehen und ist frei gestaltbar – je nach Geschmack und Look des Künstlers oder der Künstlerin. Das System des Kostüms lässt sich außerdem per App mit anderen Stage-Artists oder der Venue selbst vernetzen. Dadurch können die Lichtimpulse auch per Hand gesteuert werden.

James und Alma haben ihre Smart-Fashion ST VITO genannt. „Das ist nicht nur der heilige Märtyrer, sondern steht vor allem für Sensor Technology Visual Interactive Touch Orchestra“, lacht James. Das gemeinsame Ziel der Beiden ist es die Grenzen zwischen Publikum und Künstler niederzureißen. „Wir wollen Menschen über Technologie zusammenzubringen und eine neue Art der Kommunikation entwickeln – eine die Berührung, visuelle Effekte und Bewegung vereint“, sagt Alma. „Getestet haben wir das System bereits auf großen Festival wie der Fusion oder dem 3000 Grad. Auch im Sisyphos habe ich schon performt. Der nächste Schritt ist jedoch unsere Idee auf die Bühne und in Kunstgalerien zu tragen.“ Hierfür kommt die Fashion Fusion Challenge wie gelegen. Das Duo will vor allem den Top-Layer im Verlauf der Workshops weiterentwickeln. „Die größte Herausforderung für uns ist es, den Top-Layer organischer zu gestalten, so dass er sich der Form der Tänzer besser anpasst und eins mit den Bewegungen wird“, erklärt Alma. Er solle quasi eine zweite Haut bilden, die touch-reactive ist.

„Das Fashion Fusion Lab hilft uns vor allem den Fashion Background zu verstehen.“

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„Alma ist Artistic Director und ich der Technik-Freak. Vorher hatten wir keine Idee, mit welchen Materialien unsere Ideen wirklich funktionieren. Dank der Workshops hier, lernen wir nun aber auch was es bedeutet ein Design zu entwickeln und können diese Insides dann besser unseren Designern oder Kunden vermitteln. Das ist alles entscheidend, um ST VITO auf die Bühne zu bringen“, erkärt James. „Außerdem kann es nicht schaden auch einmal an der Nähmaschine zu sitzen.“ Am Ende des Fashion Fusion Labs sollen drei Prototypen des Suits aus unterschiedlichen Top-Layern designt werden. Diese werden in einer Show präsentiert.

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Neben dem ST VITO Multimedia-Projekt gibt es zahlreiche andere Ideen, die beweisen, dass Mode und Technik künftig Hand in Hand gehen. Sei es der Bereich Sportswear, die Verwendung von intelligenten Gadgets und Devices oder die Kreation von wahren Modeskulpturen durch Technologie wie 3D-Druck, Laser-Cutting und vieles mehr. Die Finalisten erfahren in den vielseitigen Workshops im Fashion Fusion Lab, wie sie bestimmte Maschinen hierfür nutzen können, lernen die Grundlagen des Designens und Nähens oder tauchen durch Experten- und Impulsvorträge in neueste Forschungserkenntnisse ein. Für die finalen Prototypen zählen dabei nicht nur das theoretische Wissen, sondern auch die angewandte Praxis – wie James und Alma bestens beweisen. Wir dürfen gespannt sein, was die Zukunft der Mode bringt!

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DISCLAIMER
Dieser Anzeige entstand mit Unterstützung der Deutschen Telekom. Ihr könnt dem Fashion Fusion Lab auch auf Instagram und Facebook folgen. Zur Website gelangt ihr hier.