48H Barcelona: Exploring Loud Places with Sony

Die Reise, die uns gesucht hat: Wir haben uns für 48 Stunden nach Barcelona begeben um dem tristen Berliner Grau und Alltagsstress zu entfliehen, ein wenig Sonne zu tanken, uns einfach vom urbanen Flair der katalanischen Hauptstadt treiben zu lassen und unsere neue Lebensphilosophie zu geniessen. Doch am besten fange ich von vorne an, bei jenem Moment, an dem dir ein Buch in die Hand fällt, das nur auf diesen Zeitpunkt gewartet hat, dass es dich findet.

Genau das passierte mir, aber auf Umwegen.

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Eigentlich sah es anfangs ganz und gar nicht nach dieser typischen Buch-findet-Leser-Liebesgeschichte aus. Mich blinzelte dieses Buch an, als ich vor kurzem einen Freund besuchte. Ich nahm es in die Hand, ließ ein paar Buchseiten durch meine Finger gleiten aber legte es auch kurz drauf wieder weg. Der Titel „Awareness“ schreckte ab und ich war nicht in der Stimmung nach neuen Lebensratschlägen und Weisheiten, um meine innere Balance zu finden oder den Sinn meines Lebens zu hinterfragen. Doch anscheinend brauchte ich genau das, denn als ich zuhause meine Tasche aufmachte, blinzelte mich das Buch erneut an. Da hatte wohl jemand einen intimen Buch-Mensch-Moment beobachtet und gedacht, dass ich eben genau diese Weisheiten gerade brauchte. Und dieser jemand hatte Recht.

Ich war gerade in dieser Anfangsphase des Jahres angekommen, man aber immer noch denkt gestern war Silvester, es eigentlich aber schon Anfang März ist, man alle guten Vorsätze schon wieder über den Haufen geworfen hat und selbst in Berlin die Sonne mal wieder hinter den Wolken vorkommt. Die Zeit rannte an mir vorbei und ich merkte es kaum oder wollte es nicht merken. Und da verpasste mir das Buch genau diesen Nadelstich den ich brauchte, brauchte um mich nicht noch länger auf meiner Wolke in den Frühling treiben zu lassen. Stattdessen trieb es mich nach Barcelona und mein inneres, plötzlich aufgewachtes Ich schrie gerade nur so nach dieser Berlinpause.

„Es riecht nach Urlaub.“

Auch Thang hat sich vom Noise Cancelling des Sony MDR-1000x überzeugt.

Auch Thang hat sich vom Noise Cancelling des Sony MDR-1000x überzeugt.

Ich liebe diesen Augenblick wenn man aus dem Flieger steigt und einem eine warme Brise frischer Luft und der Duft nach Urlaub entgegenkommt. Die Palmen lächelten mich an und plötzlich war es nur noch Urlaub in meinem Kopf. Kaum im Hotel angekommen fand man uns zwei auf der Dachterrasse mit einem Glas Cava in der Hand. Das Meer und Barcelona vor uns. Urlaub in uns. Später ließen wir uns durch die engen und verwinkelten Gassen des Barri Gòtic treiben, dem ältesten Stadtviertel Barcelonas. Etliche kleine Boutiquen, Tapasbars und wunderschöne geschichtsträchtige Gebäude prägen das Viertel. Die Wäsche wehte von den winzigen Balkons und der Wind sauste uns um die Ohren. Wir schlenderten weiter am Hafen vorbei bis zum Playa Barceloneta, der weiße Sandstrand mitten in Barcelona, der ganz einfach zu Fuß zu erreichen ist. Plötzlich setzte mir Thang die neuen MDR-1000X Bluetooth Kopfhörer von Sony auf und ich war in meiner eigenen Welt. Das Meeresrauschen, der Straßenlärm, das Geräusch des Windes, die Stimmen der Touristen – alles verstummte mit der Noise Cancelling Funktion und ich hörte nur noch den Song. Thang fing an zu lachen, denn natürlich wusste er welcher Song gerade in meinen Ohren lief und hatte mich inmitten der Loud Places in diese andere Welt katapultiert. Vermutlich war mein Grinsen wohl auch unübersehbar.

Jetzt hielt es auch meine Schuhe nicht mehr an den Füßen. Ich schlüpfte aus meinen Sneakern und rannte dem Meer entgegen. Ich hatte vergessen wie es sich anfühlte, die einzelnen Sandkörner zwischen meinen Zehen zu spüren und das erste Mal im Jahr am Meer zu sein. Das Orange des Sonnenuntergangs färbte das Meer. Genau das war der Moment, den ich im Buch gelesen hatte, der Moment in dem man aufwacht, aufwacht und empfänglich ist für jede Bewegung, jedes Geräusch, jeden Gedanken und aufhört durch sein Leben schlafzuwandeln. Dieser Augenblick an dem man genau weiß, dass man jetzt nirgendwo anders sein möchte. Und so triefend kitschig das auch klingt, ich glaube jeder kennt diese Momente, die sich dann wie ein kleiner Edelstein in deiner Hosentasche einnisten, den man dann plötzlich – völlig vergessen – ab und an im Alltag wieder aus der Tasche zieht, in der Hand hält und einem das Lächeln zurück auf das Gesicht zaubert.

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Ein Wochenende Barcelona.

Eigentlich schrie das nach früh raus aus dem Bett, Sightseeing non-stop und total erschöpft mit müden Füßen ins Bett fallen. Ich glaube uns war aber schnell klar, als wir am nächsten Morgen durch die Sonne und quietschgrünen Papageien, die um die Palme vor unserem Fenster kreisten, geweckt wurden, dass es abgesehen davon, dass es viel zu spät war für Touri-Programm überhaupt nicht in unsere neu geweckte Lebensphilosophie passte. Deswegen erstmal: Café Cortado im Bademantel auf dem Balkon mit ganz viel Sonne im Gesicht, bevor wir uns auf ins Getümmel auf der La Rambla machten.

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Selbst als wir uns auf den menschenüberströmten Marktplatz des Mercat de la Boquerìa drängten, man die Worte „pass auf deine Handtasche auf“ noch in den Ohren hatte, wäre ich vermutlich eine Woche früher noch nach fünf Minuten wieder herausgerannt. Aber da drückte mir Thang schon einen Mangosaft in die Hand und wir ließen uns durch die mit riesigen Ibérico-Schinken behangenen, mit knallbunten Früchten und merkwürdigsten Fischarten behäuften Marktstände treiben, die fast einem malerischen Stillleben ähneln. An jeder Ecke schleicht sich ein neuer Geruch in deine Nase und du wirst mit einem lauten „Hola“ begrüßt. Touristische Sehenswürdigkeit trifft auf das alltägliche Leben der Katalanen. Wollte ich den ganzen Trubel um mich doch einfach mal ausblenden, griff ich nach den Kopfhörern um meinen Hals und verschwand akustisch in meiner eigenen Welt.

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„Jedes Kunstwerk muss verführerisch sein und wenn die Eigenschaft der Verführung verloren geht, um zu original zu sein, schon gibt es kein Kunstwerk.“

Gaudis Verführung.

Gaudi ohne Barcelona. Barcelona ohne Gaudi. Beides geht wohl kaum. Casa Batlló, Casa Milà, La Sagrada Família, Park Güell. Unbewusst oder bewusst läuft man an all’ seinen genial fantastischen Gebäuden vorbei, die der Stadt diesen unvergleichlichen Zauber verleihen. Er schaffte die Synthese der architektonischen Tradition und neuen technischen Lösungen, wodurch er seine ganz eigene Ästhetik entwickelte. Organische Formen, Edelsteine, Keramiksplitter lassen die katalanische Metropole noch mehr funkeln und glitzern. Wir mittendrin.

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Siesta Baby!

Ich hatte mir gerade in den Kopf gesetzt mein erstes Eis des Jahres zu gönnen, als plötzlich nur noch die „Helado“ Fähnchen auf die pompösen Eisvariationen hinter den geschlossenen Rollläden vermuten ließen. Die Stadt verwandelte sich. Wir wandelten weiter und sogen die neue Stimmung in uns auf, in der man denkt plötzlich ganz alleine in der Stadt zu sein. Das änderte sich aber auch schnell wieder als wir den Turó de la Rovira hochkletterten und am Bunkers de Carmel ankamen. Die ehemalige Anlage zur Luftabwehr ist der nicht mehr ganz so geheime „Hidden Spot“ für den besten 360° Panoramablick über Barcelona. Auf den alten Mauerblöcken und den Resten der gekachelten Fußböden versammeln sich alle, die einen unglaublichen Blick über die katalanische Hauptstadt werfen wollen – ein Häusermeer eingeklemmt zwischen Bergen und Meer.

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¡Gracias Barcelona!

Unseren letzten Abend ließen wir am Plaça Reial, dem Herz für das verruchte, alternative und romantische Barcelona ausklingen. Im Ocaña, der Tapasbar, die in tribute to José Perez Ocaña geführt wird– der Schlüsselfigur der sexuellen Revolution in Barcelona, der die La Rambla zu seiner Bühne machte – gönnten wir uns, was zu jedem Spanienurlaub dazugehört: Tapas! Wir sogen nochmal das Urlaubsfeeling in uns auf bevor wir uns in unser Hotel verkrochen und uns am nächsten Morgen auf zum Flughafen machten. Mich durchzog ein Hauch Wehmut, aber ich trug diese neu gewonnene Energie in mir die ich so nötig hatte für die nächste vollgestopfte Zeit in Berlin. Wiedergewonnen, das Bewusstsein, Momente auszuleben und zu genießen, was ich im Alltag in Berlin sooft und so unbewusst einfach verliere. Ich setzte die lieb gewonnenen Sony Kopfhörer auf, stieg mit einem Lächeln auf dem Gesicht aus dem Flieger und fühlte mich wie in der letzten Szene eines Happy End Movies. ¡Gracias Barcelona! Amor an meine beste Reisebegleitung!

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Credits
Weitere Bilder findet ihr auch auf www.instagram.com/electru.
Disclaimer
Vielen Dank an Sony für die Einladung zum "Loud Places" Kurztrip nach Barcelona und ein unvergessliches Wochenende.