Review: HP Envy 14 Spectre

, 29. Juni 2012various

Nachdem ich jetzt den HP Envy 14 Spectre einige Zeit lang testen konnte, wird es Zeit für eine kleine Review aus Sicht eines MacBook Pro Liebhabers. Vorab: Wer jetzt technische Feinheiten aus dem Innenleben des Ultrabooks inklusive Benchmark Tests mit vielen Zahlen erwartet, der sollte zum Beispiel bei Caschy vorbeischauen. Ich schreibe hier lediglich über meine unprofessionellen Erfahrungen, die ich im Alltagsgebrauch mit dem Gerät gemacht habe.

Look + Feel
Zunächst einmal muss lobend erwähnt werden, dass ein 14′ Display in ein 13′ Zoll Gehäuse gesteckt wurde. Das Design des Spectre im dünnen Rahmen ist überhaupt allgemein sehr schick, edel und gut verarbeitet, auch wenn mich persönlich die spiegelnde Schwarzlack-Aussenseite des Deckels stört und Fingerabdrücke magnetisch anzieht. Beleuchtete Tastaturen sind jetzt auch keine Neuheit, genauso wenig wie das dem MBP ähnelnde Trackpad, welches beim HP jedoch etwas knarzt und sich im Vergleich nicht ganz so angenehm anfühlt. Auch für das Drehrad von der Lautstärke benötigt man ab und zu Fingerspitzengefühl, damit es das tut, was es soll. Aber ansonsten wie gesagt: Von der Optik her tiptop und eigentlich nichts zu bemängeln.

Innenleben
Nun zu den wirklich überzeugenden Punkten pro Spectre: Die Display Auflösung, Beats Audio und der Akku. Die glänzende 1600 x 900 Auflösung ist tatsächlich ein visueller Genuss und erleichtert das Arbeiten. Dass Dr. Dre zudem nach den erfolgreichen Kopfhörern sein Beats Audio Soundsystem nun auch in Ultrabooks steckt, ist ein Segen für Musikherzen – satter Sound dank integriertem Subwoofer und den Dual Speakers. Die angegebene Akkulaufzeit von 9 Stunden erreicht man im Normalbetrieb nicht, erstaunliche 6 Stunden sind aber drin und eine positive Überraschung. Unangenehm ist das wirklich extrem helle Display, dass selbst auf der dunkelsten Stufe gut ausgeleuchtet ist und manchmal auch der Lüfter, der bei vielen offenen Anwendungen und leistungsstarken Prozessen verhältnismässig laut wird. Nach kurzer Zeit merkt man dies jedoch kaum noch.

Software
Erfahrungen mit PC Spielen habe ich als „Ich-habe-Angst-vor-der-Sucht-und-bin-kein“-Zocker leider nicht machen können, dafür sollte das Ultrabook in vorderster Sache aber auch nicht ausgelegt sein. Die gängigen Programme wie Adobe Photoshop, Illustrator, Lightroom, Adobe Premiere Pro, etc. packt der HP zufriedenstellend ohne Schwierigkeiten oder lange Ladezeiten.

Fazit
Nach dem Umstieg von Windows auf MAC möchte ich persönlich nicht mehr zurück wechseln, so dass der Kauf des HP Envy 14 Spectre keine Option für mich wäre. Wer jedoch Windows basierende Geräte mag, etwas Geld übrig hat und einen treuen, kleinen, mobilen Gefährten sucht, dem kann ich das Ultrabook nur wärmstens ans Herz legen.

Die technischen Details des Ultrabooks in der Übersicht:

Prozessor: Intel Core i5 (2467M 2 x 1,60 GHz)
RAM: 4 GB DDR3 , 1333 MHz
Display: 14″ 1600 x 900 WXGA++, glänzend, LED Backlight
Grafik: Intel HD 3000
Festplatte: 128 GB SSD
Schnittstellen: Mini Display Port, 1 x USB 2.0, 1 x USB 3.0, LAN ( Gigabit) WLAN (a/g/n – also 300 MBit), HD-Webcam
Keyboard: beleuchtet
Audio: Beats Audiosystem
System: Windows 7, 64 Bit

Weitere Berichte über den Spectre findet ihr auf der HP Facebook Seite.